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Christliche Impulse
Denkanstöße zu aktuellen Themen aus biblischer Sicht

Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 13.12.2017

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Ist uns die Bibel so lieb, dass wir Sehnsucht nach ihr und nach Gemeinschaft mit Gott haben?

Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.

Psalm 84,3

Mein Verlangen ist nach Dir!
Mein Gott, ich hoffe nur auf Dich!
Du bist meiner Seele Zier
und eine Festung, Herr, für mich.

Frage: Was löst das in uns aus, wenn wir verlangend nach Gott sind?

Vorschlag: Jesus hat uns mit seinem heiligen Blut reingewaschen von allen Sünden. Nachdem wir dem Herrn unsere Sünden bekannt und bereut haben, hat er diese in seiner Barmherzigkeit ausgelöscht und uns Vergebung geschenkt. Nun sind wir Gottes Kinder und es ist uns ein Bedürfnis, solch ein Leben zu führen, wie es Gott gefällt. Ein irdisches Kind sehnt sich auch nach der Geborgenheit seines Vaters.

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Rentnerdemokratie



Der Mensch erntet, was er sät bzw. wie und auf was er sät. Das sind unmittelbar einsichtige biblische Weisheiten, und in der Bibel wird verschiedentlich vom Säen gesprochen. Da heißt es: "Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten" oder "Was der Mensch sät, das wird er ernten" und "Wer auf das Fleisch sät, der wird vom Fleisch das Verderben ernten", wobei unter "Fleisch" das vergängliche menschliche Wesen gemeint ist.

Wenn man die sich anbahnenden Probleme, die jetzt, anlässlich der mehr als bescheidenen Rentenerhöhung von 1,1% angeklungen sind, wahrnimmt, muss man, wenn man ehrlich ist, zugeben, dass sich diese "unmittelbar einsichtigen Weisheiten" hier vollauf bestätigen und dass das, was jetzt beklagt wird, eigentlich von vornherein klar und erkennbar war.

Eines unserer Hauptprobleme ist nämlich die demografische Entwicklung, die zur Folge hat, dass es immer weniger junge und dafür immer mehr alte Leute geben wird, wobei die Jüngeren immer mehr Lasten schultern müssen. Es war völlig klar und einsichtig, dass es nicht gut gehen kann, wenn alles getan wird, um Nachwuchs möglichst zu verhindern oder unmöglich zu machen.

Hier zeigt sich wieder einmal, was Ideologien anrichten. Die Ideologie, die uns als Gesellschaft reingeritten hat, war z.B. die von der Selbstverwirklichung und Emanzipation, verbunden mit dem Streben nach materiellem und sozialem Aufstieg, bei gleichzeitiger Eliminierung des Mütterlichen, Abwertung der Familie und Negierung bewährter Werte und Ideale.

Mit der Akzeptanz und Förderung massenweiser Abtreibung und nicht zuletzt mit phraseologischem Gefasel, wonach Mutterschaft eine "unzumutbare Fremdbestimmung" sei, der sich keine Frau unterwerfen dürfe, was klar und eindeutig gegen die lebenserhaltenden Naturordnungen verstößt, wurde massiv an dem Ast gesägt, auf dem die Menschheit seit jeher sitzt.

Es kann jetzt nicht darum gehen, zu wehklagen oder Schuldzuweisungen vorzunehmen, sondern darum, neuerlich ganz nüchtern und sachlich die Verführbarkeit und Blindheit der menschlichen Natur festzustellen, um zu erkennen, wie verführbar der Mensch ist, wie gerne er Probleme ignoriert, anderen überlässt oder deren Lösung in eine ferne Zukunft verschiebt und wie "freudig" er somit sehenden Auges seinem Untergang entgegengeht.

So war es, so ist es und so wird es bleiben, so ist die menschliche Natur und kein Mensch wird das ändern können, weshalb auch Anklagen, z.B. in Richtung Politik, danebengehen, da ja die Politiker "nur" das Spiegelbild ebendieser Menschen sind, die sie vertreten und diesen damit an Kurzsichtigkeit in nichts nachstehen. Ganz im Gegenteil wird sich jemand, der Weitblick hat und damit die Bequemlichkeit stört, eher noch Gegner und Feinde schaffen. Es bleibt nun mal bei der klassischen Erkenntnis, wonach die Welt betrogen sein will und an der Wahrheit ("Was ist Wahrheit?" - klassische Frage eines Pontius Pilatus) nicht interessiert ist, zumal dann, wenn sie unbequeme Konsequenzen hätte.

Wie ist das nun mit der Rentenversicherung?

Geht man zu den Anfängen zurück, die im 19. Jahrhundert liegen, ging es damals eigentlich hauptsächlich darum, den Menschen im Alter ein gewisses Einkommen zu garantieren, damit sie dann, wenn sie nicht mehr konnten, nicht auf die Hilfe anderer oder die Wohlfahrt angewiesen waren. Die Menschen fingen damals mit 14 Jahren an zu arbeiten, und nur wenige erreichten überhaupt das Rentenalter, um dann, abgeschafft und ausgepowert, nach einigen Jahren das Zeitliche zu segnen.

Das hat sich grundlegend geändert.

Es dauert heute bedeutend länger, bis jemand ins Erwerbsleben eintritt, wobei dann Vorruhestands- und ähnliche Regelungen zusätzlich auf ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Kreis der Beitragszahler hinwirken. Hinzu kommt, dass sich eine Reihe von Zeiten ohne Beitragsentrichtung vorteilhaft auf die Rente auswirken. Dazu ist die Lebenserwartung gestiegen, wobei der Ruheständler, meist bei noch guter Gesundheit, in der verbleibenden Lebenszeit oftmals die Dinge nachholen möchte, zu denen er während seines Arbeitslebens nicht gekommen ist.

Man möchte Reisen unternehmen und Hobbys pflegen können. Udo Jürgens singt hier: "Mit 66 fängt das Leben erst an." Auch wenn dies wohl eher etwas ironisch gemeint ist, ist es doch so, dass die Ruheständler längst als Marktfaktor entdeckt worden sind, um den man sich bemüht. Viele Senioren sagen, dass sie, seit sie Ruheständler sind, weniger Zeit haben als vorher, als sie das noch nicht waren. Wenn man die Lebenserwartung und die damit längere Rentenbezugszeit berücksichtigt, sind die Renten ganz erheblich gestiegen, selbst dann, wenn die Bezüge, bezogen auf den Monat, in vielen Fällen oftmals mehr als bescheiden sind.

Nicht vergessen darf man auch, dass die Rentenkasse mittlerweile auch zum Verschiebebahnhof geworden ist, aus der man Dinge finanziert, für die sie eigentlich nicht gedacht ist. So wurden, infolge der Wiedervereinigung und der Auflösung des Ostblocks, viele Renten an "Versicherte" gezahlt, die tatsächlich nie etwas eingezahlt haben, wobei es noch so zu sein scheint, dass aus der ehemaligen DDR und dem früheren Ostblock "nur Spitzenkräfte" gekommen sind, die Anspruch auf eine entsprechend hohe Rente haben.

Bedenkt man alles dieses, einschließlich der demografischen Entwicklung, muss man kein "Stammtischpolitiker" sein, um zu erkennen, dass das Geld in den Rentenkasse nie und nimmer reichen kann, weshalb man schon jetzt zu allerlei Kunstgriffen, die zu einer Minimierung der Rente führen, greifen musste.

Patentrezepte kann es hier nicht geben. Nach meiner Einschätzung wird man letztendlich nicht darum herumkommen, die Phase des Erwerbslebens, trotz aller wohlfeilen "Empörung" und "entschiedener Proteste" der Betroffenen, nach hinten zu verschieben, will heißen, das Renteneintrittsalter zu erhöhen und die Älteren zu motivieren, ihre Fähigkeiten und Talente der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, um dadurch den Mangel an Jungen ein Stück weit zu kompensieren, denn die Ausgangslage, wie sie seinerzeit bei der Einführung der Rentenversicherung bestand, ist längst eine andere.



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