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Christliche Impulse
Denkanstöße zu aktuellen Themen aus biblischer Sicht

Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 21.08.2017

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Wir müssen ein gereinigtes Ohr haben um Gottes reden hören zu können

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Off. 2,7a

Kannst Du Gottes Reden hören,
oder tun da Sünden stören?
Sollte dies der Fall bei Dir sein,
eil zu Jesus, er macht Dich rein!

Frage: Haben wir ein Ohr um das Reden von Gottes Geist zu hören – oder sind unsere Ohren bereits von Sünde (Lauheit, Irrwege, Zeitgeistanpassung usw.) verstopft?

Tipp: Der heutige Vers ist dem ersten von sieben Sendschreiben Jesu an die Endzeitgemeinde entnommen. Wie wir noch in den nächsten Tagen sehen werden enthalten alle Sendschreiben Ermahnungen zum Überwinderleben mitsamt speziellen Verheißungen, deren Reihenfolge beachtenswert ist. Auffällig ist aber auch, dass alle Ermahnungen an Menschen mit einem(!) hörenden Ohr gerichtet ist. Interessant ist hier die Aussage Farbiger in Afrika: Mit einem Ohr hören wir was Menschen sagen – aber mit dem anderen Ohr hören wir was Gott wiederum dazu sagt! Lasst uns also alles was uns erzählt wird prüfen und aufmerksam darauf achten was uns Gott zu sagen hat bzw. Gott um Wegweisung und Weisheit bitten!

( Link-Tipp zum Thema: www.gottesbotschaft.de/?pg=3521 )

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Todesstrafe

(25.08.2010)


„in der Schweiz will eine Volksinitiative die Wiedereinführung der Todesstrafe erreichen, die vor 68 Jahren abgeschafft wurde. Aktueller Anlass für diese Initiative ist der grausame Mord an einer 28jährigen Frau im Jahre 2009. Die Initiatoren dieser Initiative sind die Angehörigen dieser Frau.“

Soweit die ursprüngliche Meldung.

Eine solche Initiative ist in der Schweiz rechtlich möglich und das Parlament muss sich damit befassen, wenn für das Begehren mindestens 100.000 Unterschriften zusammenkommen.
Volksabstimmungen sind nur dann ausgeschlossen, wenn es um Folter, Genozid oder Sklaverei geht. Die Todesstrafe fällt nicht darunter.

Diese Initiative wurde von den Initiatoren zwischenzeitlich wieder zurückgenommen. Dies mit der Begründung dass man damit lediglich auf Missstände aufmerksam machen wollte. Ziel war es Nachdenklichkeit zu bewirken.

Es kommt immer wieder zu spektakulären Verbrechen, bei denen der Ruf nach der Todesstrafe laut wird und manches ist wirklich so widerwärtig, dass man im ersten Augenblick denkt, das Beste wäre wenn…..

Ich selbst will hier keine Meinung abgeben, sondern lediglich zum Nachdenken anregen und die Entscheidung dabei allein dem Leser überlassen.

Welche Vorstellungen sprechen für die Todesstrafe?

Zuerst ist festzustellen, dass es dabei weder um Rache, Vergeltung oder Abschreckung gehen muss, weshalb darauf nicht eingegangen werden soll.

Man kann auch anders argumentieren:

Nämlich so, dass jeder, der vorsätzlich und aus niedrigen Beweggründen einen Menschen umbringt, das Recht in einer Weise verletzt, dass dieses nur dadurch geheilt werden kann, dass der Täter dafür mit seinem Leben bezahlt. Der Täter hat sich durch seine Tat gewissermaßen aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen und damit sein Leben verwirkt.

Das wäre weder unbiblisch noch unchristlich, denn im Anschluss an die Sintflut sagt Gott selbst:

Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.
1. Mose 9, 6

Der Kontext, in dem dieser Vers steht, hebt darauf ab, dass das menschliche Leben unter dem besonderen Schutz Gottes steht.

Die rigorose Aussage in Vers 6 wird damit begründet, dass Gott den Menschen zu seinem Bilde gemacht hat und damit Gott besonders wichtig ist. Etwas, was den Menschen in besonderer Weise adelt. Das Töten eines Menschen kann deshalb nicht ohne ernste Konsequenzen bleiben.

Wer einen Menschen tötet, vergreift sich am Ebenbild Gottes, mit dem Gott in der Schöpfung repräsentiert wird und damit an Gott selbst. Wer einen Menschen tötet, durchkreuzt gleichzeitig den Plan Gottes, den dieser mit diesem Menschen hatte.

Das Töten des Täters erfolgt damit auf das Geheiß Gottes und dient nicht der Befriedigung privater Rachegelüste von Angehörigen und Freunden.

Die mosaischen Gesetze sahen dann für bestimmte weitere Vergehen, die sich gegen Gottes Anordnungen und Heiligkeit richteten, die Todesstrafe vor.

Damit wurde deutlich, dass Gott ein Heiliger und gerechter Gott ist, welcher der Sünde unversöhnlich gegenübersteht, weil die Sünde ein zerstörerisches Potential enthält, dass sich gegen Gottes heilsame Lebens- und Schöpfungsordnung und damit gegen den Menschen selbst richtet.

Bezüglich des Tötens wird gerne das Gebot

Du sollst nicht töten.
2. Mose 20, 13

strapaziert. Richtig übersetzt heißt es, „Du sollst nicht morden“. Die Bibel unterscheidet sehr wohl zwischen fahrlässiger Tötung, Töten, Mord und Totschlag.

Wie sieht das nun im Neuen Testament aus, in dessen Zusammenhang ständig auf die Liebe Gottes und darauf verwiesen wird, dass nun „alles anders“ ist und die archaischen Gesetze des Alten Testaments nicht mehr gelten?

Da Gott immer derselbe bleibt, dürfte es sich hier um ein Wunschdenken handeln. Im Neuen Testament wurde vieles klarer und deutlicher als es noch zu Zeiten des Alten Testament war, und in mancher Beziehung ist das Neue Testament sogar noch härter als das Alte Testament, denkt man an Dinge wie Jüngstes Gericht, Hölle und ewige Verdammnis, wobei Letzteres noch schlimmer als jede Todesstrafe ist.

Was das Töten im Allgemeinen anbelangt, haben weder Johannes der Täufer, als letzter Prophet des Alten Testaments, noch Jesus selbst, den Kriegsdienst oder den Soldatenberuf verurteilt. Im Neuen Testament haben wir den Hauptmann von Kapernaum und den Hauptmann Kornelius sogar als leuchtende Glaubensvorbilder.

Im Leiden und Sterben Jesu Christi, der zum Tode am Kreuz verurteilt und grausam hingerichtet wurde, wird erkennbar welche Strafe Gott für die Sünde vorsieht. Auch das hat nichts mit Rache zu tun, sondern ist ein Äquivalent für begangene Sünden. Ein Ausgleich mit dem Schuld bezahlt werden muss, weil nur so Gerechtigkeit hergestellt werden kann.

Paulus, der als Apostel Jesu Christi, auch von Gottes Liebe und Güte wusste, schrieb im Brief an die Römer:

Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Anordnung Gottes; die ihr aber widerstreben, ziehen sich selbst das Urteil zu. Denn vor denen, die Gewalt haben, muss man sich nicht fürchten wegen guter, sondern wegen böser Werke. Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes; so wirst du Lob von ihr erhalten. Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zugut. Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst: sie ist Gottes Dienerin und vollzieht das Strafgericht an dem, der Böses tut.
Römer 13, Verse 2 - 4

Paulus schrieb das unter einer Obrigkeit, die ihm gegenüber alles andere als freundlich war.

Im christlichen Abendland galten für die Tötung eines Menschen seither drei Rechtfertigungsgründe:

Notwehr,
Zweikampf,
Todesstrafe.

Die andere Seite ist die, dass Gott, schon im Alten Testament kein Gefallen am Tod eines Sünders hatte – auch dann nicht, wenn er nach dem Urteil Gottes unumgänglich war. Gott ist es lieber vergeben zu können, statt strafen zu müssen. Daran, dass der Tod der Sünde Sold ist und der unbußfertige Sünder den ewigen Tod erleidet, ändert das aber überhaupt nichts.

Nachdem Jesus Christus für die Sünden der gesamten Welt gezahlt hat, reicht es aus, dass der Sünder umkehrt um Vergebung zu erlangen, so dass auch einem Mörder vergeben werden kann, was Bestrafung durch den Staat aber nicht ausschließt. Ein Christ sollte allerdings nicht den Tod eines Menschen fordern.

Interessant ist hier die „Zwei-Reiche-Lehre“ von Martin Luther, wonach es ein Reich Gottes und ein Reich der Welt gibt, wobei sich Letzteres nicht mit dem Evangelium – und damit der häufig und gern zitierten Bergpredigt - regieren lässt.

Da Gott kein Gott der Unordnung, sondern der Liebe ist, ist es Gottes Wille, dass auch diejenigen, die nicht an ihn glauben, in geordneten Verhältnissen, siehe Römer 13, leben. Was für den Christen hinsichtlich der Vergebungsbereitschaft gilt, muss deshalb nicht zwangsläufig für den Staat gelten, der den Auftrag hat, dem Bösen zu wehren und Unrecht zu sühnen.

Die Strafjustiz diente ursprünglich auch dazu, dem Opfer Genugtuung zu verschaffen, in dem die Obrigkeit für das Verbrechensopfer die Rache übernahm, auf die das Opfer „Anspruch“ hatte.

Im modernen Staat ist der Sühnegedanken in den Hintergrund getreten, wobei man sich von den Vorstellungen der Aufklärung leiten lässt, in dessen Folge humane Vorstellungen entwickelt wurden. Der Humanismus geht von der Vorstellung aus, dass der Mensch von Natur aus gut ist und steht damit im krassen Widerspruch zur Lehre der Bibel, die das genaue Gegenteil aussagt.

Dem humanen, modernen, aufgeklärten Denken verbietet sich die Todesstrafe, weshalb sie auch in vielen Ländern abgeschafft wurde. Dem humanen Denken folgend sieht man auch im Täter ein Opfer, das es zu rehabilitieren gilt. Dass auch dies mitunter seltsame Blüten treibt, zeigt, dass es menschenunmöglich ist vollkommene Gerechtigkeit zu schaffen.

Die Todesstrafe birgt die Gefahr von Fehlurteilen infolge von Justizirrtümern, von denen auch in unserer Zeit immer wieder zu hören ist. Ebenso ist Missbrauch nicht ausgeschlossen.

Und wer möchte schon den Beruf des Henkers ausüben, der in früheren Zeiten als „unehrlich“ galt und der deshalb vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen war?

Auch wenn das heute nicht mehr so ist, wird in Ländern, wie den USA, in denen es die Todesstrafe gibt, sicher niemand die Berufsbezeichnung „Henker“ auf seiner Visitenkarte oder im Telefonbuch stehen haben.

Daran zeigt sich das zwiespältige Verhältnis zur Todesstrafe, das daher rühren mag, dass im Grunde jeder spürt, dass er aufgrund seiner Sünde in Gottes Augen den Tod verdient hat und nur aus Gnade gerettet werden kann.

Das wird auch an den Blogbeiträgen zur Schweizer Volksinitiative erkennbar, wo es, neben Zustimmung, an harschen Worten gegenüber dieser Initiative nicht fehlt.

Möglicherweise ist denen, die meinen, dass dies nicht zu Europa passt, aber entgangen, dass der hoch gelobte Vertrag von Lissabon, den zu unterzeichnen sämtliche Staaten der Europäischen Union mehr oder weniger genötigt waren, die Todesstrafe für den Fall von Aufständen und Taten in Kriegszeiten oder bei Kriegsgefahr nicht ausschließt.

Die Frage Todesstrafe ja oder nein bleibt damit offen. Nun möge sich jeder selbst sein Urteil bilden.


Jörgen Bauer


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