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Christliche Impulse
Denkanstöße zu aktuellen Themen aus biblischer Sicht

Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 17.01.2017

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Sind wir Werkzeuge in Gottes Hand, durch die er sein Reich bauen kann?

Denn Gott ist`s, der in euch wirkt, beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.

Philipper 2,13

Wenn das Wollen und das Tun,
stets im Willen Gottes ruhn,
kann das Leben gut gelingen, -
lasst uns Ehre Gott darbringen!

Frage: Sind wir brauchbare Wekzeuge in Gottes Hand?

Vorschlag: Stehen wir ihm gerne und jederzeit zur Verfügung? Oder machen wir Vorbehalte? Sind wir teil - autonom? Das geht nicht. Entweder brennen wir für Gott, unser ganzes Herz gehört ihm, oder er wird uns auch am Jüngsten Tag nicht kenenen, und uns in die ewige Verdammnis wegweisen.

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Christentum - die einzig richtige Religion?

(09.09.2010)


Von Atheisten wird immer wieder behauptet, dass es ohne Religionen keine Kriege gäbe, weil sich alle Streitigkeiten letztendlich an religiösen Unterschieden entzünden würden.

Meine Frage hierzu ist:

Gab es wirklich Religionskriege oder war die Religion nur ein Vorwand um Machtgelüste zu befriedigen? Und wie sieht es mit den Ideologien, als den von Menschen gemachten „Ersatzreligionen“ aus? Und wie verhält es sich, wenn andere Völker und Kulturen „mit den Philosophien unserer westlichen Zivilisation beglückt“ werden sollen?

Alles Fragen, die sich nicht so einfach beantworten lassen, weil sich immer Idealismus, wirtschaftliche Interessen und menschliche Schlechtigkeit zu einem undurchschaubaren Konglomerat vermengen. Bei allen Diskussion, die zu diesen Themen geführt werden, gibt es deshalb für jeden Standpunkt mehr als genügend Argumente.

Aber zurück zum Thema „Religionsfrieden“.

Bekannt ist die landläufige Auffassung, „dass es nur einen Gott gibt, weshalb alle an einen Gott glauben und es deshalb keinen Unterschied macht, welcher Religion man angehört, zumal jeder, ohne sein Zutun, in den jeweiligen Kulturkreis hineingeboren wurde und man demnach selbst der dortigen Religion angehören und diese als richtig empfinden würde, wäre man dort zur Welt gekommen“.

Wenn, fern dem Glaubensleben stehende, theologische Laien derartige Ansichten äußern, kann man das verstehen. Mit Menschen, die keine Atheisten sind, kann man sich deshalb sehr schnell darauf einigen „dass es einen Gott gibt“.

Kritisch wird es erst, wenn gefragt wird, wie der Gott ist, an den man glaubt. Und hier zeigen sich höchst unterschiedliche Gottesvorstellungen, die zumeist den persönlichen Vorlieben, Wünschen und Anschauungen entsprechen. Einen in dieser Art Glaubenden wird man deshalb als „religiös“ bezeichnen können.

Kritisch wird es auch, wenn Theologen derartige Ansichten äußern. Das lässt auf eine theoretisierende Abgehobenheit schließen, bei der nicht wirklich geglaubt, sondern, aus wissenschaftlicher Distanz heraus, analysiert wird um dabei nach den mehr äußerlichen Gemeinsamkeiten zwischen den unterschiedlichen Religionen zu suchen, um diese dann als das "eigentlich Entscheidende“ herauszustellen.

Solche Gemeinsamkeiten gibt es. Eine der Auffälligsten ist, dass sich aus sämtlichen Hochreligionen, das Christentum eingeschlossen, allgemeingültige moralische Regeln für das mitmenschliche Miteinander bzw. die ideale Form zu leben, ableiten lassen, wobei sich die Gestalten, die im Zentrum der jeweiligen Religion stehen, besonders auszeichnen.

Bei einer Betrachtung, die sich an äußeren Merkmalen festmacht, lassen sich dann weitere Ähnlichkeiten und Analogien finden (oder auch nur konstruieren), woraus geschlossen wird, dass letztlich alle Religionen gleich sind und sich nur durch die Gottesnamen und unter- schiedliche Schwerpunkte unterscheiden, die lediglich verschiedene Seiten ein und derselben Medaille sind. Bekannt ist hier die Aussage, „Gott hat viele Namen“.

Nach dieser Sicht ergänzen sich alle Religionen zusammengenommen, wie bei einem Puzzle, zu einem Gesamtbild, mit dem man der Wahrheit am nächsten kommt.

Daraus lässt sich dann die Forderung nach „gemeinsamen Gottesdiensten“ und letztlich ei- ner „Welteinheitsreligion“ ableiten, die religiöse Streitigkeiten und damit den Anlass zu kriegerischen Auseinandersetzungen überflüssig machen.

Als „Unruhestifter“ gilt deshalb, wer für eine bestimmte Religion einen „Absolutheitsanspruch“ erhebt.

Bei Licht besehen, müsste allerdings jeder Anhänger einer Religion, sofern er diese wirklich ernst nimmt, einen „Absolutheitsanspruch“ erheben, weil die Heilswege der einzelnen Religionen tatsächlich höchst unterschiedlich sind und sich zum Teil gegenseitig ausschließen.

Daraus folgt, dass religiös motivierte Auseinandersetzungen nur durch Toleranz (lat. tolerare = ertragen) vermieden werden können, worunter das Ertragen anderer Sichtweisen, nicht aber das Anpassen an andere Sichtweisen zu verstehen ist, als das Toleranz oft missverstanden wird.

Wie ist das nun mit den Religionen?

Bezieht man alle Untergruppen und Abspaltungen mit ein, gibt es eine nahezu unüberschaubare Zahl von Religionen, die ebenso vielfältig sind, wie die Menschen, die diesen jeweils anhängen.

Ich will mich deshalb nur mit zwei Gruppen, nämlich den fernöstlichen Religionen und dem Islam befassen, um diesen dann das Christentum gegenüber zu stellen.

Zuerst die fernöstlichen Religionen:

Bei diesen sind, neben dem Taoismus, Konfuzianismus und dem Shintoismus, besonders der Buddhismus und der Hinduismus erwähnenswert. Alle diese Religionen weisen Ähnlich- keiten auf und können deshalb als „Religionen des ewigen Weltgesetzes“ bezeichnet werden.

Die Inhalte dieser Religionen sind aber trotzdem äußerst vielschichtig, zum Teil gegensätzlich und hoch kompliziert, weshalb darauf nicht eingegangen, sondern nur auf das ganz Allgemeine abgehoben werden soll, um später den Unterschied zum Christentum deutlich machen zu können.

Auch wird in diesen Religionen nicht unbedingt an einen Gott geglaubt, sondern an die Stelle Gottes ein unpersönliches Prinzip oder eine Philosophie gesetzt, wodurch die Aussage „wir glauben alle an einen Gott, für den es nur unterschiedliche Namen gibt“, konterkariert wird.

Man kennt allerdings Götter, Geister und Dämonen, als überirdische Wesen, die es gnädig zu stimmen gilt, wobei Praktiken gepflegt werden, die als „okkult“ zu bezeichnet werden müssen.

Dabei muss anerkannt werden, dass in diesen Religionen imposante Gedankengebäude und Philosophien entwickelt wurden, die durchaus logische, nachdenkenswerte Ideen und Denkansätze enthalten, wodurch die Anziehungskraft fernöstlicher Religionen erklärbar wird.

Es geht in diesen Religionen darum entsprechend den jeweiligen Idealen zu leben, wobei insbesondere im Buddhismus und Hinduismus das Karma eine Rolle spielt, das die Folge des jeweiligen Tuns ist, das auch über die immer wiederkehrenden Wiedergeburten nicht abgeschüttelt werden kann. (Auch im Christentum kann Schuld nicht abgeschüttelt, sondern nur durch Vergebung weggenommen werden.)

Es gilt, durch persönliche Anstrengungen, negatives Karma (was mit „Sünde“ vergleichbar ist) zu überwinden um dadurch aus dem Kreis der Wiedergeburten erlöst zu werden, um damit in einen Zustand absoluter Ruhe und Bedürfnislosigkeit (vergleichbar mit dem „Frieden Gottes“)zu gelangen.

(Die Welt wird insoweit auch hier als „gefallene Schöpfung“ wahrgenommen, aus welcher sich der Glaubende, allerdings selbst, erlösen muss.) Dabei geht es darum sich von der „Lebensgier“ – also von Gier aller Art (was auch im Christentum, als von Gott trennend, verurteilt wird) - als Ursache allen Übels zu befreien.

Nun zum Islam:

Dieser kennt feste und eindeutige Regeln, die keinen Raum für die Vielfalt lassen, wie sie in den fernöstlichen Religionen anzutreffen ist. Der Islam ist somit eine reine Gesetzesreligion in welcher es darauf ankommt, die vorgeschriebenen Regeln genau einzuhalten, was persönlichen Einsatz und Anstrengungen erfordert.

Eine solche Religion kommt dem menschlichen Bedürfnis nach klaren Regeln entgegen, die eigene Entscheidungen und die damit verbundenen Konflikte überflüssig machen. Zudem ist der Lohngedanke und die Vorstellung, dass man nichts geschenkt bekommt und sich alles verdienen muss, tief im Menschen verwurzelt. Leider gibt es Formen des Verdienstdenkens, des Gesetzesglaubens und Denkens in moralischen Kategorien auch in christlichen Kreisen.

Bevor dem nun das Christentum gegenübergestellt wird, soll gefragt werden, warum es überhaupt Religionen gibt.

Im Wort Religion steckt die Vorsilbe „Re“, die auch in Worten wie Restauration, Reanimierung, Rekonstruktion usw. steckt. Das deutet darauf hin, dass es bei Religion um eine Wiederherstellung geht. Religion wird deshalb als „Rückführung zu Gott“ verstanden, was voraussetzt, dass der Mensch von Gott getrennt ist.

Dass es Religion gibt, wird unterschiedlich gedeutet. Die atheistische Sichtweise hält Religion für eine Form des Aberglaubens, gedacht für Menschen, die mit der Welt nicht klarkommen. Denkt man an abergläubische Praktiken und daran dass sich auch Glaube mit magischem Denken und Aberglauben vermengen lässt, lassen sich Gründe für die atheistische Sichtweise finden.

Aus christlicher Sicht ist Religion darauf zurückzuführen, dass der Mensch, seit der Vertreibung aus dem Paradies, spürt, dass ihm etwas fehlt und dass er, so wie er ist, unvollkommen ist. Alle Religionen bieten deshalb Heilswege an, mittels derer das gestörte Gleichgewicht in Ordnung gebracht, der empfundene Mangel behoben und bleibende Erlösung von der Last des Lebens in dieser Welt, hin zu einem beglückenden Ewigkeitsziel, erlangt werden soll.

Jetzt zum Christentum:

Das Christentum unterscheidet zwischen Religion und Christentum, wobei Religion der Versuch des Menschen ist, sich dem Ewigen, zeitlos Gültigen, zu nähern, was nach christlicher Sicht aber unmöglich ist, weil der allmächtige Gott für den Menschen unerreichbar bleibt.

Nur wenn sich Gott von sich aus offenbart, kann der Mensch Gott näher kommen. Deshalb sind alle Anstrengungen, die in den einzelnen Religionen gefordert werden, unnütz und vergeblich. Allenfalls kommt man in Kontakt mit den Mächten der Finsternis.

Darin unterscheidet sich das Christentum fundamental von allen Religionen.

Im Christentum werden die menschlichen Grenzen ganz eindeutig aufgezeigt. Es wird deutlich, dass der Mensch nicht über seinen Schatten springen kann, sondern immer wieder auf sich selbst und in seine Grenzen zurückfällt. Der Mensch befindet sich in der gleichen Situation, wie einer, der in den Sumpf gefallen ist und nun versucht, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen.

Eine Selbsterlösung durch moralisches Wohlverhalten und persönliche Anstrengungen ist deshalb völlig ausgeschlossen.

Die Rettung aus dem Sumpf kann deshalb nicht durch eigene Kraft, sondern nur durch einen Retter erfolgen, der außerhalb des Sumpfes, auf festem Grund, steht. Das Einzige was der im Sumpf Befindliche tun kann, ist, die Hand des Retters zu ergreifen.

Und genau darauf hebt das Christentum ab und erweist sich dadurch als äußerst realistisch. In seinem Wort und in Jesus Christus hat sich Gott den Menschen offenbart und die Rückkehr zu IHM möglich gemacht ohne dass es dazu persönlicher Anstrengungen oder irgendwelcher geistiger Klimmzüge und Verrenkungen bedarf.

Das ist das Einmalige, Wunderbare und Befreiende am Christentum.

Im Neuen Testament wird das mit wenigen Sätzen deutlich gemacht:

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Johannes 3, 16

Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit verloren, die Gott ihnen zugedacht hatte und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
Römer 3, 23 und 24

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Johannes 5, 24

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
Römer 3, 28

Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
Römer 10, 9

Gott hat zum Erlangen der Erlösung und des ewigen Lebens keine hohe Hürden gesetzt, wie es die anderen Religionen machen, die auf menschlichen Philosophien und ungöttlichen „Offenbarungen“ beruhen. Bei Gott zählt allein der Glaube, als Liebes- und Vertrauensverhältnis IHM gegenüber, was sich heilsam und spürbar im persönlichen Leben auswirkt.

Um es mit „modernen Worten“ zu sagen:

Gott gibt sich „bürgernah“ und „kundenorientiert“, und stellt allen, die das wollen, sein Angebot kostenlos und unbürokratisch zur Verfügung.

Im Wort Gottes liest sich das so:

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.
Offenbarung 22, 17

Wo gibt es so etwas sonst?


Jörgen Bauer



Nachtrag:


Was ist unter Glauben im christlichen Sinne zu verstehen?

Aus der Sicht es Christentums leben wir in einer gefallenen Schöpfung, in der die Sünde = Trennung von Gott, herrscht, welche die vollständige Zielverfehlung des gesamten Lebens zur Folge hat. In diesen Zustand wird der Mensch, ohne sein Zutun, hineingeboren. Sünde hat zur Folge, dass der Mensch nicht nach Gott fragt und damit verloren geht. Aus diesem Zustand will uns Gott in seiner Liebe erlösen, wobei der Mensch aus eigener Kraft die Erlösung nicht bewirken kann. Die Erlösung hat Jesus Christus durch sein Sterben und Auf- erstehen stellvertretend für uns bewirkt, wobei wir gerufen sind, dieses Heilsangebot im Glauben anzunehmen.

Nach den Aussagen im Römerbrief führt deshalb allein der Glaube zu der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Gott legt auf den Glauben den allergrößten Wert. Das ist eines der roten Fäden, die sich durch die Bibel ziehen.

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
Römer 3, 26

Wobei unter des „Gesetzes Werken“, ein, im bürgerlichen Sinn, wohlanständiges, vorbildliches, selbstzufriedenes (so Genanntes „gottgefälliges“) Leben, verstanden werden kann, was oft als „christliches Leben“ angesehen wird, es tatsächlich aber nicht ist.

Dass allein der Glaube zu Gott führt, ist kein Widerspruch zu den Aussagen im Jakobus- brief, wo es u.a. heißt:

So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.
Jakobus 3, 17

Auch das eines der roten Fäden, die sich durch die Bibel ziehen. Allein der Glaube, nur im Sinne eines „Führwahrhaltens“, ist kein Glaube im biblischen Sinne, weil echter Glaube lebendig ist und das Leben sicht- und spürbar verändert, wobei Glaubensfrüchte der unterschiedlichsten Art erbracht werden.

Gute Werke allein, ohne Glauben, reichen allerdings auch nicht aus. Davor warnt Paulus ausdrücklich. Die Reihenfolge ist die, dass zuerst der Glaube (Sündenerkenntnis, Bekehrung, Annahme des Heilsangebots) kommt, aus dem dann die Früchte wachsen. Und es ist der Geist Gottes, der sowohl den Glauben, als auch die Gaben zum Tun schenkt.

Glauben und Handeln gehören deshalb als zwei Seiten einer Medaille zusammen. Wir sollen deshalb nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Wortes sein, wie die Schrift sagt und „einander dienen, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“.

Auch Luther ging es darum, klar zu machen, dass es im christlichen Glauben keine Werkgerechtigkeit gibt, weshalb nicht auf das Halten der Gebote abgehoben wird (die wir deshalb aber, als Folge des Glaubens, nicht willentlich übertreten). Die Forderung, die Gebote zu halten und dem Vorbild Jesu zu folgen, weil man sonst nicht in den Himmel kommt, hört sich zwar immer sehr fromm und christlich an, geht aber am Wesen des Evangeliums vorbei, was Paulus im Galaterbrief deutlich macht, wo vor einem Gesetzesglauben gewarnt wird.

Gott weiß, dass wir, aufgrund unserer sündigen Natur, nicht in der Lage sind, die Gebote wirklich und damit vollständig (und nicht nur äußerlich) zu halten. Würden wir danach beurteilt, wie wir die Gebote halten, wäre das für uns das Todesurteil. Aus diesem Grund tötet der Buchstabe, während der Geist lebendig macht, wie die Schrift sagt.

Deshalb hebt Gott auf den Glauben ab, bei dem wir aus der Vergebung leben, die Christus für uns erwirkt hat. Könnten wir die Gebote halten, hätte Christus nicht sterben müssen.

Die Frage ist auch, ob wir in der Lage sind, wirklich „gute Werke“ zu vollbringen. Wir können zwar im allgemeinen Sinne Gutes tun, in dem wir freundlich, hilfsbereit usw. usf. sind. Streng genommen, sind auch unsere guten Werke „böse“. Weil wir als Unvollkommene nichts wirklich Vollkommenes und damit „Gutes“ vollbringen können.

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
Johannes 1, 8-10

Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Psalm 14,1-3).
Römer 3, Verse 9 – 12 (Die Schuld aller vor Gott)

Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
Sagt der „fromme“ Apostel Paulus von sich selbst in Römer 7, 19


Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!
Psalm 19, 13

Denn unsre Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht.
Psalm 90, 8

Was Glaube ist, wird im Hebräerbrief gesagt:

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11, 1

Wobei auch „Zuversicht“ und „Nichtzweifeln“, Glaubensfrüchte sind.

Dadurch, dass im Christentum alles Geschenk ist, das wir nur erkennen und annehmen müssen, ohne dass es dabei auf eigene Leistungen ankommt, bei denen immer ungewiss bleibt, ob sich ausreichend sind, unterscheidet sich dieses fundamental von allen Religionen.

Wir sind auf einem guten Weg, wenn wir in der Schule Jesu bleiben, uns an IHN halten, von IHM heil machen und letztlich vollenden lassen. Wir müssen dabei nicht vollkommen sein, denn Jesus nimmt die Sünder an! Christi Blut und Gerechtigkeit, die uns Gott durch den Glauben zurechnet, sind unser Schmuck und Ehrenkleid, wie Nikolaus Graf von Zinzendorf dichtete.


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