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Christliche Impulse
Denkanstöße zu aktuellen Themen aus biblischer Sicht

Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 03.06.2020

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Wir brauchen immer wieder die Reinigung unserer Füße durch Jesus Christus

darauf goss er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen ... Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein.

Joh. 13,5a + 10a

Lasst uns nach der Heiligung beständig streben,
danach trachten, im Gehorsam stets zu leben!
Und sollten wir mal fehlen, ungehorsam sein,
gilt’s zu Jesus eilen: Er macht von Schuld uns rein!

Frage: Wann haben Sie Jesus Christus das letzte Mal für unbedachte Worte, böse Gedanken etc. um Vergebung gebeten?

Tipp: Wie wäre es, wenn es keine Müllabfuhr gäbe und all der anfallende Unrat im Haus bliebe - wie würde das wohl stinken? Ähnlich ist es bei Menschen die sich nicht waschen. So wie immer erneut neu entstandener Müll entsorgt werden muss und auch regelmäßige Körperreinigung nötig ist, so muss auch immer wieder die Sündenschuld von Jesus weggenommen werden – sonst brauchen wir uns nicht wundern, wenn Gottes Segen ausbleibt! Jesus brachte es in dem Bild auf den Punkt: Auch wenn wir durch Bekehrung und Wiedergeburt ganz gereinigt und geheiligt wurden, so laufen wir immer noch auf der sündenverseuchten Erde herum und machen unsere Füße schmutzig. Jakobus 3,2 sagt daher auch: „Denn wir alle verfehlen uns vielfach“. Lasst uns daher immer wieder vor Jesus Christus treten und wie David, der Mann nach dem Herzen Gottes es in Psalm 25,17 tut, bitten: „vergib mir alle meine Sünden!“

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Ethik oder Religion?

(01.05.2009)




Am 26. April 2009 fand in Berlin die Volksabstimmung darüber statt, ob in den Berliner Schulen wieder zwischen Religions- und Ethikunterricht gewählt werden kann oder ob es auch weiterhin nur den Ethikunterricht geben soll.

Die Befürworter des Religionsunterrichts sind mit 48,5% knapp unterlegen. Für einen ausschließlichen Ethikunterricht sprachen sich 51,3% der Wähler aus.

Hierzu ist anzumerken, dass der rot-rote Senat alles daransetzt atheistische Bestrebungen zu fördern, weshalb die Abschaffung des Religionsunterrichts in Berlin, denkt man an andere Bundesländer, auch ziemlich einmalig ist. Ich will das nicht weiter kommentieren und auch auf den Umstand, dass der Senat für die Abstimmung bewusst einen ungünstigen Zeitpunkt gewählt hat, nicht näher eingehen.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Ethik und Religion und warum gibt es überhaupt Religion?

Zuerst zur Ethik:
Ethik könnte man auch als „Sitte“, „Anstand“, „Moral“ bezeichnen. Hier geht es um Normen für ein „anständiges Leben“. Hierunter fallen Dinge wie „Ehrlichkeit“, „Gerechtigkeit“, „Verantwortungsbewusstsein“, „Menschlichkeit“ usw.

Das sind Begriffe, die nach Ansicht mancher Leute „relativ“ sind und einem Wandel durch den Zeitgeist unterliegen. Es heißt dann: „Heute ist das anders“ oder „heute sieht man das nicht mehr so“ usw. So war „früher“ das Zusammenleben ohne Trauschein undenkbar. Heute ist es zu einer Regel geworden. Ehebruch galt als verwerflich. „Heute“ ist er Ausdruck der „Selbstverwirklichung“, um nur zwei Beispiele zu nennen. Es wird dann von „neuer Moral“ (Ethik) gesprochen.

Bei uns zählten Ehrlichkeit und Lauterkeit zu den Tugenden. Auch das wird mehr und mehr aufgeweicht zumal es Kulturkreise gibt, in denen Tarnen und Täuschen als Tugenden gelten.

Man erkennt daran, dass das mit der Ethik so eine Sache ist. Ethik kann eigentlich nie im „luftleeren Raum“ stehen sondern bedarf eines festen Fundaments, das wiederum nur die Religion mit unverrückbaren Wertmaßstäben sein kann. Ethik ohne Religion kann es eigentlich nicht geben. Es bedarf eines transzendenten, eines überirdischen Hintergrundes, etwas „Ewigem“, ohne das eine Sache keinen dauerhaften Bestand hat. Ansonsten wird eine verderbliche, ideologisch gefärbte, Beliebigkeits-Ethik gelehrt. Denn es gibt nun mal Dinge, die sind und bleiben richtig und Dinge die sind und bleiben falsch.

Jetzt zur Religion:

Die Vorsilbe „Re“ deutet an, dass es dabei um „Rückführung“, „Wiederherstellung“ geht. Wir kennen Begriffe wie „Restaurierung“, „Rekonstruktion“, „Revision“. Religion kann so als „Rückführung zu Gott“ bezeichnet werden.

Den Menschen aller Zeiten und Kulturen ist ein Urwissen zueigen, wonach es außer dem Sichtbaren auch das Unsichtbare gibt. Es ist eine Ahnung von Gott vorhanden. Man „weiß“ von Gott. Man sieht sich zudem Mächten ausgeliefert, die sich nicht in den Griff bringen lassen. Man spürt, dass „etwas fehlt“, man fühlt sich „schuldig“ und möchte die übergeordneten Mächte durch Opfer „gnädig stimmen“.

Der aus dem Paradies vertriebene Mensch vermisst etwas, sucht nach Gott, den er verloren hat und entwickelt dabei die unterschiedlichsten Vorstellungen, wobei allen Hochreligionen gemein ist, dass sie von der Unvollkommenheit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen wissen und dafür die unterschiedlichsten Heilswege anbieten. Das Christentum, das so gesehen keine Religion ist, will ich hier außen vor lassen.

Die Hochreligionen lassen sich in zwei große Gruppen unterteilen:

Das sind einmal die „Religionen des ewigen Weltgesetzes“. Dazu gehören als die wichtigsten Vertreter Buddhismus und Hinduismus, weitere sind der Taoismus, der Konfuzianismus, der Jainismus und andere. Dabei geht es auch um Karma, Wiedergeburt, Erlösung durchs Eingehen ins Nirwana usw. Zum Teil gibt es auch gar keine Gottesvorstellung. Diese Religionen sind höchst unterschiedlich und vielschichtig. Immer wird dabei aber auf persönliche Anstrengungen abgehoben, mit denen man sich den Himmel oder das Heilsein verdienen muss.

Die andere große Gruppe sind die „Religionen der geschichtlichen Gottesoffenbarung“. Dazu gehören der Islam und wenn man dies den Religionen zuordnen will, auch Judentum und Christentum. Hier geht es darum, dass sich Gott selbst offenbart hat.

Eine weitere große Gruppe sind die diversen Natur- und Stammesreligionen. Interessanterweise gibt es in einer afrikanischen Stammesreligion die Überlieferung, dass Gott und Menschen einst zusammenlebten, wo es den Menschen gut ging. Eines Tages taten die Menschen etwas, über das sich Gott so aufregte, dass er sich von den Menschen trennte. Und seitdem haben die Menschen mit vielen Nöten zu kämpfen. Das erinnert sehr an die Geschichte vom Sündenfall.

Auch Ideologien, die allerlei Weltverbesserunglehren beinhalten, könnte man den Religionen zurechnen, wenn auch menschengemacht, zumal sich deren Repräsentanden zumeist wie Götter verehren lassen. Auch den Ideologien liegt das Wissen zugrunde, dass die Welt, so wie sie ist, nicht in Ordnung ist, was man dann meint mittels des menschlichen Verstandes und des Einsatzes von Gewalt verändern zu können.

Auch der Aberglaube, in seinen vielfältigen Ausdrucksformen, ist eine Form von Religion, wird doch mit überirdischen Schicksalsmächten, die man beeinflussen möchte, gerechnet. Und so sind auch notorische Gottesleugner zumeist nicht frei von abergläubischen Vorstellungen. Es scheint sogar so zu sein, dass der Aberglaube umso mehr zunimmt, je mehr man sich von Gott abwendet. Erkennbar auch daran, dass kaum eine Zeitschrift ohne Horoskope auskommt.

Es ist schon so, dass der Mensch von Natur aus „unheilbar religiös“ ist.

Jetzt zum Christentum, das die große Ausnahme darstellt:

Hier hat sich Gott selbst in seinem Wort, durch die Propheten und zuletzt durch seinen Sohn Jesus Christus offenbart. Im Christentum bedarf es keiner persönlichen Anstrengungen in Gestalt von Opferdiensten und geistigen Verrenkungen mit ungewissem Ausgang. Hier müssen wir nur „Ja“ sagen und bekommen alles geschenkt, und unser Leben wird von Grund auf neu gemacht und in Ordnung gebracht, was als große Befreiung erlebt wird.

Hier bekommen wir alles das umsonst, wonach in anderen Religionen vergeblich gesucht wird. Hier wird spür- und erfahrbar dass eigentlich nur das der richtige Weg sein kann. Nicht Menschen müssen die Welt verbessern sondern Gott selbst wird alles neu machen.

Gott lässt sich nun mal durch alle persönlichen Anstrengungen und imposanten Gedankengebäude nicht finden. Er kann sich nur selbst offenbaren. Dahinter muss aber jeder selbst kommen. Als Christen können wir nur Wegweiser sein.

Es ist immer wieder festzustellen, wie groß die Unwissenheit gegenüber den Inhalten des Christentums ist. Von daher ist es bedauerlich, wenn es, wie in Berlin, keinen Religionsunterricht gibt, und das selbst dann, wenn im Religionsunterricht nicht immer von Gott die Rede ist. Das Fehlen des Religionsunterrichts kann nicht ohne Folgen bleiben und die chaotischen Zustände in Berlin sprechen bereits eine deutliche Sprache.

Umso mehr sind die Christen gefordert bestehende Lücken zu füllen. Eine große Aufgabe, zu der uns Gott viel Geduld, Liebe und Weisheit schenken möge.


Jörgen Bauer


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