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Christliche Impulse
Denkanstöße zu aktuellen Themen aus biblischer Sicht

Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 24.04.2017

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Gücklich zu preisen sind solche Menschen, die von Gott Vergebung erfahren haben!

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Falsch ist!

Psalm 32,1+2

Darum auf Gott will hoffen ich,
auf mein Verdienst nicht bauen;
auf ihn mein Herz soll lassen sich
und seiner Güte trauen,
die mir zusagt sein wertes Wort;
das ist mein Trost und treuer Hort,
des will ich allzeit harren.

Frage: Der Apostel Paulus gibt uns weise Ratschläge, die uns eine gute Hilfe sind in dieser Angelegenheit. Worauf sollen wir besonders achten?

Vorschlag: Man könnte ja sagen: Von zuhause aus war Paulus "von edlem Geblüt". Er war am achten Tag beschnitten worden, ein Israelit, vom Geschlecht Benjamin und nach dem Gesetz ein Pharisäer, römischer Staatsbürger. Also beste Voraussetzungen um ein hochangesehener Verkündiger des Evangeliums zu sein. Aber er achtete diese "Vorzüge" wie Müll (Kot) auf dass ich Christus gewinne. Und in ihm erfunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, sondern die aus dem Glauben an Christus kommt. Philipper 3, 6+6, + 8-9. Das ist ein göttlicher Trost! Vergebung der Sünden und die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, wird jenen Menschen geschenkt, die der Bibel gehorsam werden, und die Jesus als ihrem Herrn und Meister nachfolgen.

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Organspende

(11.06.2009)




Der erste Samstag im Juni ist der „Tag der Organspende“. Diesen Tag gibt es seit dem Jahre 1982. Im Jahreslauf gibt es eine große Zahl solcher Tag, an denen die unterschiedlichsten Dinge ins Be- wusstsein gerückt werden. Man könnte darin fast so etwas wie einen säkularen Ersatz für die Namenstage der Katholischen Kirche sehen.

Der „Tag der Organspende“ schien notwendig, um die Bürger dafür zu sensibilisieren, dass viele Schwerkranke dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind und nicht genügend Organe vorhanden sind, um Menschenleben zu retten.

Ich möchte heute einmal auf die damit im Zusammenhang stehende Problematik eingehen.

Das Tor zur Organtransplantation wurde durch den Arzt Christaan Barndard aufgestoßen, dem im Dezember 1967 erstmals eine Herztransplantation gelang. Das war ganz zweifellos ein revolutionärer Schritt, vergleichbar mit dem ersten künstlichen Satelliten, mit dem das Tor zur Weltraumfahrt aufgestoßen wurde.

Immer wenn erfolgreich Neuland betreten wird, werden neue Bedürfnisse geweckt, insbesondere wenn es dabei um medizinische und biologische Entdeckungen geht, von denen wir alle profitieren können, und dabei stellen sich auch neue ethische Fragen.

Der Organtransplantation folgten die künstliche Befruchtung, die Geschlechtsumwandlung, die Gentechnik, einschließlich Klonen, und wie alles andere, kann auch dieses zum Segen oder aber auch zum Fluch werden. Das heißt, das etwas per se weder gut noch böse ist, sondern dass es darauf ankommt, was daraus gemacht und wie es eingesetzt wird.

Der menschliche Forschergeist hat hier ein Terrain erreicht und Qualitäten erschlossen, die bis dahin als unerreichbar galten und über die sich deshalb niemand Gedanken machen musste.

Massiver als bisher, wird durch solche Techniken in natürliche, schöpfungsgemäße Vorgänge eingegriffen, was Assoziationen zum Sündenfall – Griff nach der verbotenen Frucht – und dem Turmbau zu Babel, weckt.

Allerdings konnte man solches bereits bei der Einführung der nächtlichen Beleuchtung, der Fliegerei und dem Luftverkehr sagen, wo argumentiert wurde, dass Gott die Nacht zur Dunkelheit bestimmt und den Luftraum den Vögeln vorbehalten hat. Ähnliches war dann auch bei der Weltraumfahrt und anderen Entdeckungen und Erfindungen zu hören. Neues scheint auch hier zuerst einmal Angst zu machen, solange, bis man sich daran gewöhnt hat.

Es ist also nach wie vor schwierig, festzustellen, wo die Grenzlinie, zwischen dem Auftrag, sich die Schöpfung untertan zu machen und dem „Seinwollen wie Gott“, verläuft. Ich denke, dass es hier allein auf die innere Haltung ankommt. Die Frage ist, ob man auch hier unter Gott und seinem Wort bleibt oder ob man „sein will wie Gott“ und den Himmel stürmen möchte.

Ich selbst hatte lange einen Organspenderausweis bei mir, den ich dann aber vernichtet habe. Der Grund hierfür ist nicht der, dass meine Organe aufgrund meines Alters und einer chronischen Erkrankung niemand zuzumuten sind oder mangelnde Hilfsbereitschaft gegenüber Todkranken, sondern grundsätzliche Fragen, die sich nicht beantworten lassen.

Da ist zuerst die Feststellung, dass einem Toten, einer Leiche, keine Organe entnommen werden können. Zur Organentnahme darf der Organspender noch nicht wirklich tot sein. Um hier keine juristischen Probleme zu bekommen, musste der „Todeszeitpunkt“ deshalb vorverlegt und der „Verstorbene“ zum Zweck der Organentnahme weiterhin „am Leben erhalten werden“.

Dazu wurde der Begriff „Hirntod“ eingeführt. Man geht dabei davon aus, dass mit dem Aufhören der Hirnströme das Bewusstsein und alle vegetativen Steuerungen total und unumkehrbar erloschen sind womit der klinische Tod eingetreten ist, auch wenn Herzschlag, Kreislauf und Atmung noch künstlich in ihren Funktionen erhalten werden.

Da der Sterbevorgang erst dann beendet ist, wenn der biologische Tod eingetreten ist, müssen dem Sterbenden, solange dieser „noch lebt“, alle brauchbaren Organe entnommen werden. Ist der endgültige, biologische Tod, eingetreten, sind auch die Organe abgestorben und nicht mehr brauchbar. Das Sterben sieht tatsächlich so aus, dass nacheinander alle Organe ihren Dienst versagen und unumkehrbare Veränderungen in den Körperzellen eintreten.

Der Gedanke, nicht friedlich sterben zu können, bereitet mir, ehrlich gesagt, Unbehagen. Niemand weiß, was beim Sterben wirklich geschieht. Wer sagt denn, dass mit dem Aufhören der Gehirnströme auch das Bewusstsein erloschen ist?

Bei dem Begriff „Hirntod“ wird Gehirn mit Bewusstsein und Leben gleichgesetzt. Ich glaube nicht, dass diese Sicht zutreffend ist. Ergebnisse der Hirnforschung weisen darauf hin, dass sich die Psyche, also das Bewusstsein, der Geist, die Seele, des Gehirns als Organ bedient und dieses programmiert, wobei niemand sagen kann, was Bewusstsein, Geist, Seele und Leben eigentlich sind.

Im Gehirn kann deshalb auch kein Bewusstsein und auch keine Psyche oder Geist nachgewiesen werden, und das aus dem prinzipiell gleichen Grund, warum man im Auge kein Licht nachweisen kann, auch wenn umgangssprachlich von „Augenlicht“ gesprochen wird. Mit dem Auge wird Licht wahrgenommen und mit dem Gehirn Geistig-Seelisches.

Die andere Frage ist die, ob ich als Organspender am Ende wirklich „tot“ bin. Schließlich lebe ich ja in Gestalt meiner Organe weiter. Zu dem hat das gespendete Organ das Alter des Spenders und nicht das des Empfängers. Die Frage ist, ob das gespendete Organ unter Umständen „früher“ als der Organempfänger stirbt.

Eine andere Frage ist, ob und inwieweit ich Eigentümer meines Körpers bin über den ich auf diese Weise verfügen kann. Die Vergleiche die hier angestellt werden, in dem die Organspende auf die Ebene der Nächstenliebe, des Teilens und Verschenkens gehoben wird, scheinen mir zu hinken.

Nicht für gut hielte ich es, wenn Menschen per Gesetz als potentielle Organspender und damit als Organlager angesehen würden, wie es in manchen Ländern üblich ist, wo man nur dann nicht als Organspender „verwertet“ wird, wenn man sich zu Lebzeiten dagegen ausgesprochen hat und dann einen „Nichtspenderausweis“ bei sich führt“.

Eine solche Vereinnahmung und Verwertung menschlicher Körper durch den Staat, hielte ich für sehr bedenklich.

Anders würde ich allerdings die Lebendspende bewerten. So ist Blutspenden im Grunde eine Organspende, geht man davon aus, dass Blut ein flüssiges Organ ist. In die gleiche Richtung geht das Spenden von Knochenmark oder auch eines Organs, wie z.B. einer Niere, an einen nahen Angehörigen.

Was kann man zu dem allen im Licht der Bibel sagen?

Es gibt in der Bibel natürlich keine Aussagen zu den neuen Techniken, weshalb wir uns nur am biblischen Welt- und Menschenbild orientieren können.

Danach ist der Mensch etwas Besonderes. Nämlich Ebenbild und Ansprechpartner Gottes, der sich damit weit über das Tierreich heraushebt. Die Bibel spricht davon, dass Gott jeden von uns kannte, noch bevor der Welt Grund gelegt war.

Der Mensch ist zwar aus Erde gemacht, hat aber von Gott den Odem, und damit das Leben, eingehaucht bekommen. Das alles ist Geschenk Gottes. Er ist unser Schöpfer. Gott gibt alles und nur ER kann es auch wieder nehmen.

Dass der Leib des Menschen aus Erde genommen ist, macht den Leib damit nicht minderwertig. Leib, Seele und Geist sind gleichermaßen erlösungsbedürftig und in ihrer Gesamtheit zur Auferstehung und zum ewigen Leben bestimmt. Der Mensch wird danach als eine in sich verwobene Einheit aus Leib, Seele und Geist gesehen. Der Leib wird zudem als Tempel des Heiligen Geistes bezeichnet.

Die Bibel vertritt damit nicht das dualistische Bild der griechischen Philosophie von der „edlen“ Seele und dem weniger edlen Leib, in welchem die Seele gefangen ist. In diesem Sinne darf der biblische Begriff „Fleisch“, der negativ behaftet ist, nicht gesehen werden, wo von „fleischlicher Gesinnung“ und davon geschrieben steht, dass "Fleisch und Blut das Himmelreich nicht ererben können“.

Da dies alles sehr vielschichtig ist, kann hier auch nur jeder selbst entscheiden, wie er sich zu einer Organspende stellt. Wer nicht für die Organspende ist, sollte konsequenterweise auch kein Spenderorgan annehmen, falls er einmal selbst in eine Lage kommen sollte, in der ihn eine Organspende retten könnte.

Die um sich greifende Gottlosigkeit führt allerdings dazu, dass der Respekt vor dem Leben und dem Mitmenschen immer mehr schwindet. Sichtbar wird dies nicht nur in einer steigenden Gewaltbereitschaft verbunden mit Rücksichtslosigkeit, sondern auch in Auswüchsen, wie massenweise Abtreibung und Diskussionen über die Sterbehilfe und „lebensunwertes Leben“.

Eine weitere Steigerung sind hier die Überlegungen des bekannten Atheisten und Gottesleugners Dawkins, dessen Ansichten in SPIEGEL -online zu lesen waren, wonach wir uns mit dem Gedanken vertraut machen sollten, dass es, dank der Gentechnik, bald als neue „wissenschaftliche Errungenschaft“, Zwitterwesen aus Mensch und Tier – sogenannte „Chimären“ – geben könnte, was nur eine Frage der Zeit sei.

Die Reaktionen darauf waren durchaus positiv und gleichzeitig unglaublich oberflächlich. Mit Seitenhieben auf die „Evangelikalen“ und Leute die „überholte ethische Ideale“ hochhielten, „deren Sinn ohnehin niemanden logisch vermittelt werden könne“, wurde der Fortschritt, der sich in ungehemmten biologischen Manipulationen ausleben können sollte, gepriesen. „Aber leider – ich sage Gott sei Dank – sind da immer noch die Fortschrittsfeinde“, sprich Christen!

Dawkins meint, dass es möglich sein müsste eine Mittelding zwischen Schimpansen und Menschen zu schaffen. Schließlich würde man damit nur das verwirklichen, was es bereits im Ablauf der Evolution gab, nämlich das Vorwesen, aus dem sich Schimpanse und Mensch entwickelt haben.

Aus der wissenschaftlich-intellektuell verbrämten Argumentation, wo gefragt wird, was am Menschen so Besonderes ist – im Grunde sei er nur ein besseres Tier (weshalb er entsprechend behandelt werden kann) - spricht tiefe Menschenverachtung.

Spätestens hier wurde mir dann klar, welch unseligen, die Seelen vergiftenden Einfluss, die Evolutionslehre auf unser Leben hat, die letztlich Pate bei all diesen, den Menschen zu einem Objekt machenden Entwicklungen gestanden hat.

Wenn man den intellektuellen Nebel, mit dem wir getäuscht werden sollen, beiseite schiebt, wird klar: Es geht nicht um Evolutionslehre oder Kreatonismus, sondern schlicht und einfach um Glaube oder Unglaube. Es geht darum, ob wir zu unserem eigenen Wohl Gottes Gebote beachten, oder um den Menschen der Gesetzlosigkeit, den „Chaoten“, der sich frech über Gott und das Göttliche hinwegsetzt. Das Neue Testament spricht von diesem Menschentypus.

Ohne Glaube und ohne Gott geht es aber todsicher in den Abgrund. So einfach ist das im Grunde. Was tröstest ist die Gewissheit, dass Gott im Regiment sitzt und dass er allem eine Grenze setzt. Es ist dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Ich glaube, dass ein Glaubensbruder Recht hatte, der da sagte:

Wir leben jetzt in der Zeit, in der sich das Schriftwort:

Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten (Matthäus 24,12),

erfüllt. Und zum Ansporn sei noch der Vers 13 angefügt:

Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden.


Jörgen Bauer


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